27 Sep 22

Pressecho

von Johanna Schwab

Die Ausstellung über die Unabhängige Initiative Potsdamer Frauen (UIPF) befindet sich dort, wo die Fraueninitiative ihr Wirken verstetigte: „Mitten im Potsdamer Stadtzentrum gelegen steht die Gedenkstätte Lindenstraße für die Geschichte politischer Verfolgung und Gewalt in den unterschiedlichen Diktaturen des 20. Jahrhunderts in Deutschland – aber auch für den Sieg der Demokratie in der Friedlichen Revolution 1989/90.“ (gedenkstätte-lindenstraße.de)

Mitte Januar 1990 zog die Fraueninitiative, zusammen mit anderen Bürger*innenbewegungen und neuen Parteien, in das ehemalige Stasi-Gefängnis; heute die Gedenkstätte Lindenstraße.
Nur ein paar Monate zuvor waren alle Häftlinge entlassen worden, und nachdem das Ministerium für Staatssicherheit das Haus schließlich an die Stadt Potsdam zurückgab, wurde es von diversen Gruppen bezogen, die die Wende mitgestalteten. Das Haus wurde zu einem „Haus der Demokratie“. Die Fraueninitiative begann mit der Errichtung eines Cafés, das zu Anlaufstelle und Austauschforum wurde.
An die Ergebnisse des Aktionsbündnisses, das bis 1995 bestand, erinnert sich die Kuratorin und Mitbegründerin der UIPF, Jeanette Toussaint in einem Interview mit Deutschlandfunk Kultur: „Wir haben erreicht, dass es Gleichstellungsbeauftragte in allen Ebenen gibt. Wir haben erreicht, dass es eine Sprachregelung gibt, die immer mehr auch Frauen mitbedenkt. Wir haben erreicht, dass es Teilzeitarbeit gibt, dass es in bestimmten Bereichen schon Parität gibt.“ (Deutschlandfunk Kultur: Jeanette Toussaint im Gespräch mit Vladimir Balzer, 25.08.2022)

Wir finden, dass die Atmosphäre der Ausstellung durch die Platzierung in ihrer ehemaligen Wirkungsstätte verdichtet wird. Auch freuen wir uns über die Pressestimmen, die sich auf Grundlage der Aufbereitung mit dem Thema befassen:

Deutschlandfunk Kultur

Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN)

Ausstellungskatalog
25 Aug 22

Ausstellungseröffnung

von Hannah Pöhlmann

Ab heute ist es so weit: Die Ausstellung „Wir dachten, wir können die Welt aus den Angeln heben.“ Die Unabhängige Initiative Potsdamer Frauen (1989 bis 1995) öffnet ihre Pforten.

Der programmatische Titel geht zurück auf die Äußerung einer der Gründerinnen der Initiative. Die Ausstellung porträtiert die Gründung der Gruppe, ihre Beteiligten und das vielgestaltige Wirken, dass sich auch heute noch in aktuellen Folgeprojekten wiederfindet. Sie setzt den Aufbruch von damals ins Verhältnis zu aktuellen Fragen: Wie steht es um geschlechterpolitische Forderungen heute?

Wir freuen uns, dass dieses inspirierende Engagement nun der Öffentlichkeit präsentiert wird; auf die raumgewordenen Erinnerungen, die wir in Zusammenarbeit mit dem buerojolas gestaltet haben – und wir freuen uns darauf, den Ausstellungskatalog in den Händen zu halten, den wir ins Englische übersetzt und gelayoutet haben.

Vom 26. August 2022 bis zum 8. Januar 2023 ist die Ausstellung in der Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam zu sehen.

02 Jun 22

Ausstellung Lindenstr

von Johanna Hoffmann

In Zusammenarbeit im dem buerojolas wird Infotext die Ausstellungsgrafik der Sonderausstellung „Wir dachten, wir können die Welt aus den Angeln heben. Die Unabhängige Initiative Potsdamer Frauen (1989 bis 1995)“, kuratiert von der Ethnologin Jeanette Toussaint, übernehmen.

Die Ausstellungsgrafik umfasst die Gestaltung der Texttafeln und Wandbannern in den Ausstellungsräumen, die Entwicklung eines Farbschemas sowie Satz und Layout des Ausstellungskatalogs.

Zusätzlich übernehmen wir das Korrektorat der Ausstellungstexte und des Ausstellungskatalogs sowie die Übersetzung ins Englische.

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit sowohl mit dem buerojolas als auch mit der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam sowie die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema der Potsdamer Frauenbewegung.

Ab dem 25. August 2022 wird die Ausstellung in Potsdam zu sehen sein.