07 Dec 22

LCB Berliner Übersetzerwerkstatt 2022

von Andreas Kaizik

In diesem Jahr nimmt Hannah Pöhlmann an der Übersetzerwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB) für Literaturübersetzungen ins Deutsche teil. An vier langen Wochenendseminaren von September bis Dezember 2022 stellen die Stipendiat:innen ihre Projekte vor und arbeiten zusammen mit den Mentor:innen an ihren Übersetzungen.

Das Besondere an dieser Werkstatt ist, dass die Teilnehmer:innen aus unterschiedlichen Sprachen ins Deutsche übersetzen. Somit steht die intensive Textarbeit am ins Deutsche übersetzten Text im Vordergrund.

Hannahs Projekt ist die Übersetzung einer Kurzgeschichtensammlung aus dem britischen Englisch. Außerdem hält sie im Rahmen der Werkstatt einen Vortrag zum Übersetzen von Dialekten, Slang und erfundenen Sprachen.

30 Nov 22

Die Zukunft von gestern

von Andreas Kaizik

Wenn wer glaubt, dass es morgen schlechter sein wird als heute, wird Zukunft zu etwas, das man besser vermeidet, so Harald Welzer im Editorial der neuen Ausgabe der taz FUTURZWEI. Wir brauchen also eine neue Zukunft. Wie die aussehen kann, steht im aktuellen Magazin.

Wer plant dann die Zukunft von morgen? Wie wär’s mit uns? Leider gar nicht so einfach, denn „Zukunft ist gerade nicht zu sehen“, meint Hartmut Rosa. Überhaupt braucht es erst einmal einen Abschied von der Zukunft von gestern. Und vielleicht hilft ein Blick darauf, an welche Zukunft junge Politiker*innen von Grüner Jugend,
Junger Union, Jusos und Julis so arbeiten. Oder braucht es zuerst eine Lösung der Klimakrise? Aber was haben Rote Bete und Tampons aus Algen damit zu tun? – Steht alles in der taz FUTURZWEI. Und wer sich in Anbetracht der düsteren Zukunftsaussichten fragt, welches Lied auf der eigenen Beerdigung gespielt werden soll, findet selbst dazu eine Antwort.

Die Ausgabe erscheint am 13.12. INFOTEXT hat wieder das Editorial Design, die Bildbearbeitung, das Korrektorat und die Schlusskorrektur übernommen.

23 Nov 22

Neue Daten und Fakten über Menschen in Bewegung

von Johanna Schwab

Im November erschien der bereits zweite „Atlas der Migration“, herausgegeben von der Rosa-Luxemburg Stiftung. Auch bei diesem Atlas hat Infotext die Dokumentation und die Schlussredaktion übernommen. Wir prüfen sämtliche Quellen, Daten und Informationen, die in die Texte und Grafiken einfließen, und führen das Korrektorat durch.

Der „Atlas der Migration“ stellt fundiert, facettenreich und aktuell ein Thema vor, das die gesamte Geschichte der Menschheit bis heute betrifft.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in dieser Ausgabe auf Arbeitsmigration und Pflege, aber auch auf den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Vierzehn Millionen Ukrainer*innen haben seit dem Beginn des Krieges im Februar 2022 außerhalb der Ukraine Schutz gesucht. In Russland fliehen junge Männer vor der Einberufung durch ihre Regierung.

Auch der Klimawandel und die Suche nach besseren Arbeitsbedingungen sind Ursachen für Migration. Der Atlas möchte den Blick auf Migration verändern und für Offenheit werben, eine Unterstützung sein für alle diejenigen, die sich für eine Gesellschaft der Vielen einsetzen, so Daniela Trochowski (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Rosa-Luxemburg-Stiftung) und die Herausgeber:innen des Atlas.

Wir als Infotext unterstützen dieses Anliegen aus vollem Herzen und freuen uns über die Zusammenarbeit.

17 Nov 22

CO2-Ausstoß und Vermögen

von Johanna Schwab

Regelmäßig erstellt Infotext Infografiken für den Messenger-Kanal Der Rote Faden (Friedrich-Ebert-Stiftung/Akademie für Soziale Demokratie). Dieses Mal zum Thema: Wie Vermögen und CO2-Emissionen zusammenhängen.

Anlass dieser Grafik ist die aktuell in Scharm El-Scheich stattfindende Weltklimakonferenz COP27. Auf der Konferenz wird diskutiert, dass die weltweite Ungleichheit in Bezug auf den CO2-Ausstoß mittlerweile nicht mehr zwischen Staaten, sondern innerhalb der Länder verläuft: je höher das Vermögen und Einkommen, desto höher die CO2-Emissionen pro Kopf.
Gefordert wird, dass die Industrieländer, die historisch gesehen die meisten CO2-Emissionen verursacht haben, mehr Verantwortung für die Bekämpfung der Klimakrise übernehmen.

09 Nov 22

Wie finanziert sich die WHO?

von Hannah Pöhlmann

Der Deutschen Gesellschaft der Vereinten Nationen e. V. (DGVN) liegt es am Herzen, in kurzen, gut verständlichen Texten und mit grafischer Aufarbeitung der Zahlungen und Daten über die Finanzierung der UN zu informieren.

Bereits 2021 hat Infotext mit der DGVN an der Erstellung ihrer Website „Finanzierung des UN-Systems“ zusammengearbeitet. Wir haben Texte verfasst, das Layout der Seite entworfen sowie mehrere Infografiken erstellt. Die Seite findet sich hier.

Nun soll die viel besuchte Seite um den Themenkomplex „Gesundheit“ erweitert werden. Dafür setzen wir uns eingehend mit der Finanzierung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auseinander und gehen auf Fragen wie der Rolle der WHO während der Corona-Pandemie oder der Wichtigkeit der Bill & Melinda Gates Foundation für die WHO ein.

02 Nov 22

Umgang mit Antisemitismus im Strafvollzug

von Hannah Pöhlmann

Das Anne Frank Zentrum bietet Fortbildungen für Beschäftigte in Justizvollzugsanstalten an, um für den Umgang mit antisemitischen Stereotypen, israelbezogenem Antisemitismus und Verschwörungserzählungen zu sensibilisieren. Dafür haben wir für das Anne Frank Zentrum Illustrationen für das Methodenmaterial erstellt, das im Rahmen von Workshops in Justizvollzugsanstalten zur Prävention von Antisemitismus und Rassismus verwendet wird.

Die von uns illustrierten Karten sind Teil des Methodenkoffers und dienen als Werkzeug für die Workshops. Der inhaltliche Ansatz ist ein Blick auf deutsche Geschichte nicht nur aus Sicht der Täter:innen, sondern auch aus der Opferperspektive. Außerdem wurde bei der Erstellung das Methodenmaterial auf Barrierefreiheit in Bezug auf Einfache Sprache geachtet.

Mehr Informationen dazu finden sich hier.

26 Oct 22

Keyvisuals Institutionen & Rassismus

von Johanna Hoffmann

Seit Beginn dieses Jahres untersucht das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) Rassismus in staatlichen Institutionen. Das durch eine interdisziplinäre Expertise geprägte Team will klären, inwieweit Rassismus in staatlichen Institutionen auftritt, Organisationen spaltet und den gesellschaftlichen Zusammenhang gefährdet. Institutionen sind nicht unabhängig von Gesellschaft zu betrachten, daher ist eine zentrale Frage der komplexen Analyse: „Gehört die radikale Ablehnung von Rassismus zum gesellschaftlichen Kontext oder nicht?“ (Zitat: Matthias Middell, Studienleiter)

Bis 2024 analysieren die Wissenschaflter:innen das Thema in diversen Einzelprojekten an acht FGZ-Standorten in Deutschland von der Kommunal- bis zur Bundesebene. Beauftragt ist das FGZ vom Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI). Weitere Infos zum Forschungsprojekt finden sich hier.

Wir freuen uns über die Zusammenarbeit und diese wichtige Studie durch die Gestaltung von Keyvisuals unterstützen zu können.

Die Kernaussagen, auf denen unsere bisherigen Illustrationen basieren, sind folgende:

• Rassismus in Institutionen stellt eine Gefährdung des gesellschaftlichen Zusammenhalts dar. (siehe Bild)
• Fehlendes Vertrauen der Bürger:innen in Institutionen führt zur Delegitimierung dieser Institutionen.
• Rassismus in Institutionen ist ein Produkt des Prozesses des Ungleichmachens durch den Staat.

Weitere Illustrationen folgen.

19 Oct 22

Frankfurter Buchmesse 2022

von Johanna Schwab

Das diesjährige Thema der Frankfurter Buchmesse heißt „Translate. Transfer. Transform“, das Gastland ist Spanien.

Unsere Gesellschafterin Hannah Pöhlmann schickt einen frischen fotografischen Gruß von der Messe, die gestern eröffnet wurde. Hannah übersetzt aus dem Englischen und Spanischen ins Deutsche. Den Messebesuch ermöglicht ihr das Frankfurter Übersetzer:innen-Stipendium für junge Literaturübersetzer:innen. Neben den Lesungen, Vorträgen und weiteren Events wird sie durch das Stipendienprogramm gezielt mit Verleger:innen, Lektor:innen und anderen Übersetzer:innen in Kontakt gebracht. Organisiert wird das Programm für die Stipendiat:innen von der Lektorin Karin Herber-Schlapp, als Mentorinnen fungieren die Übersetzerinnen Timea Tankó und Anna-Nina Kroll.

Das Stipendium ist eine Kooperation der Frankfurter Buchmesse und des Deutschen Übersetzerfonds und wird finanziell durch das NEUSTART KULTUR Programm der Bundesregierung unterstützt.

Eröffnungsveranstaltung Frankfurter Buchmesse
12 Oct 22

Umgang mit Antisemitismus in der Grundschule

von Andreas Kaizik

Die Aktualisierung der Handreichung „Umgang mit Antisemitismus in der Grundschule“ des Anne Frank Zentrums Berlin in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie ist nun erhältlich.

Antisemitische Vorurteile, Diskriminierungen und Wissensbestände sind in der Gesellschaft weitverbreitet. Auch Kinder im Grundschulalter kommen immer wieder – meist nebenbei und ungewollt – in Kontakt mit antisemitischen Aussagen und Bildern. Die Handreichung soll das Judentum in seiner Vielfalt und Authentizität thematisieren, Schüler:innen ein lebendiges und differenziertes Bild des Judentums vermitteln und eine kritische Auseinandersetzung mit antisemitischen Stereotypen und Diskriminierung fördern.
Die Handreichung dient Lehrkräften als Unterstützung beim proaktiven Umgang mit Antisemitismus und zur Vorgehensweise bei antisemitischen Vorfällen in der Grundschule. Sie soll Pädagog:innen mithilfe von kurzen Hintergrundinformationen und vielen praktischen Tipps dabei unterstützen, schon in der Grundschule ein klares Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen.
Die Handreichung ist im Onlineshop des Anne Frank Zentrums erhältlich.

INFOTEXT hat für die Aktualisierung der Publikation das Layout und das Lektorat übernommen. Enthalten sind auch Illustrationen, die wir bereits für die 2020er-Auflage erstellt haben.

Zauberwürfel versucht Wort Identität zu bauen
05 Oct 22

Die deutsch-jüdische Diaspora: Exil, neue Heimat, oder was?

von Ute Wibral

Im Juni fand die Auftaktveranstaltung zu einer Reihe von Veranstaltungen und Projekten zum Thema deutsch-jüdische Diaspora statt. Bei einer Podiumsdiskussion in der W. Michael Blumenthal Akademie berichteten Teilnehmer:innen vier unterschiedlicher Generationen, wie jüdische Migrationserfahrungen aus und nach Deutschland ausgesehen haben, gelebt wurden und werden.

INFOTEXT hat eine Broschüre gestaltet, die sich mit der Veranstaltung und mit Projekten der Leo Baeck Institute New York I Berlin und Jerusalem sowie der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts (WAG) befasst. Dafür haben wir die Veranstaltung besucht, einen Text dazu verfasst, die Texte der Institute und WAG lektoriert sowie das Layout und das Cover der 16-seitigen Broschüre in A5 entworfen.

Das Leo Baeck Institute New York I Berlin arbeitet beispielsweise gerade an dem Projekt „Exiles“, einer zwölfteiligen englischsprachigen Podcast-Reihe, in der jede Folge die Geschichte einer jüdischen Person oder einer Familie erzählt, die sich im Exil ein neues Leben aufgebaut hat. Die Geschichten geben einerseits intime Einblicke in das Leben bekannter Persönlichkeiten wie Albert Einstein, Dr. Ruth oder Stefan Zweig, zeigen aber andererseits auch Erlebnisse weniger prominenter Personen.